Tourismus- und Kulturmetropole Wien
Wien steht für Musik, Kultur und große Emotionen und zugleich für einen starken Motor für Wirtschaft, Tourismus und Beschäftigung. Unsere Stadt verkörpert Offenheit und Vielfalt, kreative Energie und hohe Lebensqualität. Sie versteht Kultur nicht als Event, sondern als selbstverständlichen Teil des täglichen Lebens. Genau hier liegt Wiens Stärke: pulsierend durch Kultur und Tourismus.
Mit der Semifinalauslosung und der offiziellen Übergabe der Stadt Basel an die Stadt Wien am 12. Jänner 2026 wurde der 70. Eurovision Song Contest unter dem Motto „united by music“ in unserer Stadt offiziell eingeläutet.
Kultur und Tourismus prägen Wien seit jeher und sind zentrale Faktoren für die Identität und wirtschaftliche Stärke der Stadt. Internationale Fixpunkte wie das Neujahrskonzert oder die Wiener Ballsaison tragen die kulturelle Strahlkraft Wiens in die Welt. Dass Kultur ein entscheidender Reiseanlass ist, belegen auch die Zahlen: 78 Prozent der Gäst:innen gaben 2024 an, dass das kulturelle Angebot ausschlaggebend für ihre Reise nach Wien war.
Eurovision Song Contest als Wirtschaftsmotor
Auch im Bereich internationaler Großevents unterstreicht Wien seine hohe Anziehungskraft. Mit dem Eurovision Song Contest 2026 wird die Stadt erneut zu einem globalen Treffpunkt für Musik und Kultur. Nach 1967 und 2015 ist Wien damit bereits zum dritten Mal Gastgeberin eines der größten Kultur- und Medienereignisse weltweit.
Wien ist mit 84.600 Hotelbetten in 42.400 Zimmern von 450 Hotelbetrieben bestens gerüstet. Das sind um 3% mehr Betten, um 4% mehr Zimmer und in Summe 17 Betriebe mehr als 2024. Rund zwei Drittel der Wiener:innen (65 %) bewerten den Song Contest in der Stadt laut Tourismusakzeptanzanalyse des WienTourismus positiv.
Der 70. Eurovision Song Contest bringt Wien und ganz Österreich einen deutlichen wirtschaftlichen Impuls. Laut Berechnungen von EcoAustria werden in der Bundeshauptstadt rund 88.000 zusätzliche Besucher:innen erwartet, die während ihres Aufenthalts etwa 21 Millionen Euro ausgeben. Insgesamt ergibt sich daraus ein Nachfrageimpuls von rund 57 Millionen Euro. Der geschätzte Wertschöpfungseffekt liegt bei rund 52 Millionen Euro und damit deutlich über jenem des ESC 2015, der rund 38 Millionen Euro betrug.
Zum Vergleich: Den Eurovision Song Contest 2015 verfolgten weltweit rund 170 Millionen Menschen in etwa 40 Ländern, im ESC-Monat Mai verzeichnete Wien damals rund 1,3 Millionen Nächtigungen. Auch 2026 schafft der Song Contest zusätzliche Beschäftigung im Ausmaß von rund 550 Vollzeit-Äquivalenten. Jeder investierte öffentliche Euro erzeugt dabei einen wirtschaftlichen Mehrwert von rund 1,70 Euro.
Was macht Kultur in Wien so besonders?
Kultur ist in Wien weit mehr als ein Standortfaktor. Sie soll für alle da sein – sozial gerecht und fair. Die Kulturlandschaft der Stadt steht für hohe Qualität und große Vielfalt. Sie gehört zum guten Leben der Wien:innen, stärkt den sozialen Zusammenhalt und leistet einen wesentlichen Beitrag zu Beschäftigung und Wertschöpfung. Eine starke Kulturszene zieht Künstler:innen, Kulturarbeiter:innen und kreative Unternehmen an. Sie wirkt damit positiv auf Stadtentwicklung, Kreativwirtschaft und Tourismus. Wien setzt daher gezielt auf eine leistungsfähige kulturelle Infrastruktur sowie auf faire Arbeitsbedingungen für Kulturarbeiter:innen auf Basis des FairPay-Prinzips. Gleichzeitig werden niederschwellige Kulturangebote und freier Eintritt ausgebaut, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur zu eröffnen.
Ein Beispiel dafür ist das Donauinselfest, Europas größtes Open-Air-Festival bei freiem Eintritt, das seit über 40 Jahren Musik, Action und Information vereint und 2026 vom 3. bis 5. Juli zum 43. Mal stattfindet. Ein Fest dieser Größenordnung, das für alle frei zugänglich ist, ist weltweit einzigartig und beweist eindrucksvoll, wie leistbares Leben und höchste Lebensqualität in Wien funktionieren.
Auch das Wien Museum zeigt, wie Kultur für alle zugänglich gestaltet werden kann: Die 2023 eröffnete Dauerausstellung lädt zu einem kostenlosen Rundgang durch die Geschichte Wiens ein und stellt dabei die Menschen der Stadt in den Mittelpunkt.
Tourismus in Wien
Tourismus funktioniert in Wien, weil er nicht auf Kosten der Menschen geht. Wir in Wien denken Tourismus als Teil ganzheitlicher Stadtpolitik – eingebettet in Verkehrsplanung, Wohnraum, Kultur und Umweltschutz. Das unterscheidet Wien von vielen anderen Städten in Europa. Dieser erfolgreiche Wiener Weg hat Wien zu einer der lebenswertesten Städte Europas und zugleich zu einer der attraktivsten Tourismusmetropolen gemacht. Mit 8,6 Millionen Gästen und mehr als 20 Millionen Nächtigungen war 2025 das erfolgreichste Jahr für Wiens Städtetourismus seit Beginn der Aufzeichnungen. Mit einer Wertschöpfung von jährlich 5,3 Milliarden Euro leistet Wien etwa ein Fünftel (18%) der gesamtösterreichischen Wertschöpfung im Tourismus.
Besonders in der Adventzeit zeigte sich erneut die hohe Anziehungskraft der Stadt: Besucher:innen aus aller Welt strömten in die Innenstadt und auf die zahlreichen Weihnachtsmärkte, der Wiener Silvesterpfad zählte in diesem Jahr rund 550.000 Gäste. Wiener:innen ebenso wie Gäste aus dem In- und Ausland nutzten die Feiertage für Einkäufe, besuchten Gastronomie, Kulturangebote und Veranstaltungen und stärkten damit die Wiener Wirtschaft.
Österreichweit rechnet der Handelsverband im Dezember 2025 mit einem Weihnachts-Mehrumsatz von rund 1,19 Milliarden Euro, rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Wien leistet dazu einen maßgeblichen Beitrag, nicht zuletzt dank starker lokaler Betriebe. Auch 2025 war der Dezember der einzige Monat, der mit 2.188.000 Nächtigungen (+9 %) die Marke von zwei Millionen Nächtigungen erreichte. Hier zeigen sich die Spillover-Effekte aus dem Tourismus auf den Handel am deutlichsten, denn das Weihnachtsgeschäft entscheidet bekanntlich über den Erfolg eines ganzen Geschäftsjahres.
Wien kommt eine Vorreiterinnenrolle zu, denn zwei Drittel aller österreichweiten Shoppingausgaben von Nicht-EU-Ländern passieren hier. Die Zimmerauslastung der Hotels lag im Dezember bei rund 90 % , jene der Betten bei 69,3 % . Im Gesamtjahr betrug die Zimmerauslastung rund 71 %, die der Betten 54,6 %. Wiens Ganzjahrestourismus weist damit übers Jahr gerechnet die höchste Auslastung aller Bundesländer aus.
Internationale Kongressstadt Wien
Neben den Tagestourist:innen zieht Wien auch eine große Zahl an Kongressbesucher:innen an. Als weltweit führender Kongressstandort ist die Stadt ein zentraler Treffpunkt für wissenschaftlichen Austausch, Innovation und internationalen Wissenstransfer. Im Jahr 2024 fanden insgesamt 6.619 Kongresse und Firmentagungen statt, womit der Rekord aus 2023 um drei Prozent übertroffen wurde. Rund 670.000 Teilnehmer:innen sorgten für 1,9 Millionen Nächtigungen, was einem Nächtigungswachstum von 26 Prozent entspricht. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,98 Übernachtungen bleiben Kongressgäste deutlich länger in Wien als Besucher:innen insgesamt, die im Schnitt 2,3 Nächtigungen verzeichnen.
Der Kongresssektor schafft jährlich rund 23.500 Ganzjahresarbeitsplätze, generiert etwa 1,3 Milliarden Euro an Wertschöpfung und stärkt Wien nachhaltig als globalen Standort für Kreativität, Forschung und Entwicklung. Auch für 2026 konnte Wien knapp 50 internationale Top-Veranstaltungen gewinnen, darunter mit „LogiPharma“ die weltweit führende Konferenz im Bereich Life Sciences mit Schwerpunkt Supply Chain und Logistics.
Pulsierend durch Kultur und Tourismus
Diese Erfolge zeigen: Kultur und Tourismus setzen nicht nur wirtschaftliche Impulse, sondern erfordern auch Verantwortung. „Pulsierend durch Kultur und Tourismus“ bedeutet für die Wiener Sozialdemokratie, die Attraktivität der Stadt aktiv und verantwortungsvoll zu gestalten. Mit einer Politik, die Kultur für alle zugänglich macht, faire Arbeitsbedingungen und leistbaren Wohnraum sichert und hohe Lebensqualität garantiert und so sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stärke nachhaltig miteinander verbindet.
Wirtschaft mit Haltung.
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